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Monthly Archives: März 2018

„Wo ist mein Brandschott verbaut?“ Wie Sie „aus den Augen, aus dem Sinn“ vermeiden.

Schottdokumentation Dokumentation von Brandschottungen

Abschottungen sind ein wichtiges Thema im vorbeugenden Brandschutz. Sind viele verschiedene Gewerke am Bau beteiligt, geht die Übersicht schnell mal verloren. Wo genau habe ich mein Schott verbaut? Um was für eine Art von Brandschott handelt es sich? Liegt die Übereinstimmungserklärung vor? Alle diese Fragen lassen sich anhand einer lückenlosen Dokumentation nachvollziehen.

Dieser Blogeintrag erklärt in Kürze, was Brandabschottungen sind und warum eine lückenlose Dokumentation wichtig ist. Außerdem lernen Sie, wie man in der KEVOX Software Schotten anlegt, Mängel erfasst und anschließend gesammelte Berichte für die Schottdokumentation ausgibt. Als Bonus finden Sie am Ende des Artikels außerdem unser neuestes „KEVOX - einfach erklärt“ - Video.

Was sind Abschottungen und wozu dienen sie? 

Bei Brandschotten oder Brandabschottungen handelt es sich um feuerwiderstandsfähige Bauteile. Diese dienen dazu, Wände und Decken gegen Feuer und Rauch abzudichten. Im Falle eines Brandes soll so das Feuer auf einen Brandabschnitt begrenzt werden, um den Brandschaden so gering wie möglich zu halten. Das Brandschott muss dabei den gleichen Feuerwiderstand wie die übrigen Bauteile (Wände, Decken, Türen) aufweisen.

Ein kleines Beispiel: In dem entsprechenden Brandabschnitt sind F90-Wände verbaut. Diese halten ein Feuer bis zu 90 Minuten ab. Das eingebaute Brandschott muss dementsprechend ebenfalls eine aus der Kategorie S90 sein, damit der Brand nicht früher austritt.

Brandschott ist nicht gleich Brandschott

Es existieren verschiedene Systeme für Brandschotten. Rohrschottungen unterscheiden sich in der Art des verbauten Rohres. Handelt es sich um ein brennbares Rohr, kommen Rohrmanschetten oder Bandagen zum Einsatz, die um die Rohre gelegt werden. Diese enthalten einen bestimmten Baustoff, der sich bei Hitze ausdehnt. So wird sichergestellt, dass sich das Feuer oder der Rauch nicht in den nächsten Brandabschnitt ausbreitet.

Die verschiedenen Systeme bei Kabelschottungen sind abhängig von Bauart und Dicke der Wand bzw. Decke. Hier gibt es Schottvarianten aus Mineralfaser oder Mörtel oder aber auch sogenannte Brandschutzkissen, Brandschutzschäume, Kabelboxen und vieles mehr.

Warum muss ich Schottungen dokumentieren? 

Bei dem Einbau von Brandabschottungen ist eine lückenlose Dokumentation unerlässlich. Bei dem Neu- oder Umbau von Gebäuden sind in der Regel mehrere verschiedene Gewerke beteiligt. Damit der Bauleiter alles im Blick behält, muss der Installateur der Brandschotten nachhalten können, wo er welche Abschottungen eingebaut hat. In der Regel wird dabei ein Vorher-/Nachher-Foto von beiden Seiten festgehalten. Beim Einbau sind in jedem Fall die Zulassungsbestimmungen zu berücksichtigen. Dort ist explizit festgehalten, was beim Einbau des Brandschotts beachtet werden muss. Mit einer Übereinstimmungserklärung bestätigt der zuständige Installateur seinem Auftraggeber dann, dass er das Brandschott gemäß der betreffenden Zulassung eingebaut hat. Dadurch macht er sich für die Funktion des Schotts verantwortlich und kann zur Rechenschaft gezogen werden.

Nach dem Einbau werden regelmäßig Prüfungen der Brandschotten durchgeführt. Hierbei stellt der Prüfer zum Beispiel fest, dass der Durchbruch nicht richtig verschlossen worden ist. Er hält diesen Mangel fest und beauftragt den Installateur wiederum, ihn zu beheben. Wann genau dieser Mangel von wem und in welcher Weise behoben wurde, muss ebenfalls festgehalten werden. Nur so ist im Nachhinein eine lückenlose Nachweiskette gewährleistet.

Die richtige Brandschott-Kennzeichnung nicht vergessen!

Neben der Übereinstimmungserklärung des Herstellers ist eine Kennzeichnung am Brandschott selbst unerlässlich. Anhand des Schildes, das neben dem Schott angebracht wird, kann später nachvollzogen werden, welches Schottsystem verbaut worden ist. Ohne diese Kennzeichnung ist eine mögliche Nachbelegung des Schotts nicht mehr möglich. Die Kennzeichnung muss den Hersteller, das Herstellerjahr und die Zulassungsnummer sowie den Namen des Errichters (also der ausführenden Firma) enthalten. Ebenfalls ist es ratsam die Widerstandsdauer des Schotts anzugeben. Übrigens: Bei Schottungen, die nach einem bauaufsichtlichen Prüfungszeugnis (AbP) oder einer bauaufsichtlichen Zulassung (AbZ) errichtet werden, ist diese Kennzeichnung verpflichtend!

Wie dokumentiere ich Brandabschottungen mit KEVOX?

Alles im Blick: Schottungen im Bauteilplan anlegen

Brandschott in der Planansicht in der KEVOX Management Software

Brandschott in der Planansicht in der KEVOX Management Software

  • Katalog-Symbol an die entsprechende Stelle in der Planvorlage ziehen
  • Aus dem umfangreichen Bauteilkatalog unter „Schott“ ein Standard-Bauteil oder ein herstellerbezogenes Bauteil auswählen
  • Details wie Hersteller, Zulassungsnummer, Maße, Schotttyp etc. eintragen (bei den herstellerbezogenen Schottungen sind diese Informationen bereits ausgefüllt)

Da stimmt etwas nicht: Mängel aufnehmen

  • Schott im Bauplan auswählen und „erfassen“ klicken
  • Textbaustein zum entsprechenden Mangel wählen – die entsprechende Maßnahme ist bereits ausgefüllt
  • Alternativ: Eigenen Text und Maßnahme verfassen oder Textbausteine anpassen
  • Direkt mit der Software ein Foto vom Mangel aufnehmen oder vorhandenes Foto aus Datei wählen

Lückenlose Dokumentation: Details ergänzen, Berichte generieren, Übereinstimmunsgerklärung ausdrucken

Schott-Bericht-übereinstimmungserklärung mit kevox automatisch erstellen

Schott-Berichte bzw. Übereinstimmungserklärungen können mit KEVOX automatisch erstellt werden.

  • Bauteil im Plan öffnen, um weitere Details zur Schottung zu ergänzen – z.B. ein Vorher- und Nachher-Foto des Einbaus (Foto direkt aufnehmen oder aus Datei auswählen)
  • Im Menü links zu „Berichte“ gehen
  • Zeitraum „von ... bis ...“ festlegen und die entsprechende Druckvorlage für Schotten auswählen
  • Tabellenübersicht zeigt die Schottungen an, die im Bericht enthalten sein werden
  • Im Bericht enthalten sind alle Details zu den verbauten Schottsystemen, sowie die erfassten Mängel
  • Übereinstimmungserklärungen finden Sie in der KEVOX Premium-Version ebenfalls im Bauteil selbst unter „Formulare“
  • In der interaktiven PDF-Datei können Sie den Fragenkatalog abhaken und mit Ihrer Unterschrift versehen

 

Wie genau Sie in der KEVOX Management Software Ihre Brandschottungen dokumentieren können, sehen Sie außerdem in unserem neuen „KEVOX - einfach erklärt“ - Video.

Dokumentation von Feuerschutztüren und warum diese mehr Beachtung verdient haben

Feuerschutztüren Dokumentieren - Interview- Herr Fassbender

Ein kompletter Blogbeitrag nur über Feuerschutztüren? Auch scheinbar unwichtige Gegenstände wie Türen und Toren, denen nur wenig Beachtung geschenkt wird, können bei unsachgemäßem Einbau oder fehlender Fehlerbehebung Schäden nach sich ziehen. Die mangelnde Sorgfalt, die Feuerschutztüren oft anheimfällt, sowie nicht durchgeführte Wartungen von Feuerschutztüren sind leider immer wieder anzutreffen. Es ist reiner Glücksfall, dass es nicht öfter zu Personenschäden kommt. Josef Faßbender, seit 2014 hauptberuflich als vereidigter Sachverständiger vor allem im Bereich Metallbau und vorbeugender Brandschutz tätig, gibt im Video Tipps, worauf Sie bei Feuerschutztüranlagen achten müssen. Wir haben seine wichtigsten Aussagen für Sie zusammengefasst.

Worauf muss ich alles achten?

Türen sind in jedem Gebäude vorzufinden, Betreiber eines großen Betriebs haben jedoch meist keine Ahnung, welche Anforderungen eine Tür erfüllen muss. Was müssen Sie generell beachten? „Die jeweiligen Nutzer müssen ihre Ansprüche definieren, damit der Monteur das richtige Türelement aussuchen kann“, erklärt Faßbender. Das Brandschutz- und Fluchtwegekonzept spiele ebenso eine wichtige Rolle wie die Anforderungen an Sicherheit. All diese Dinge müssen in einer Türanlage zusammengeführt und gemeinsam konzipiert werden.

Daher rät Faßbender, dass Sachverständige am besten bereits während der Planungsphase hinzugezogen werden. Viele Bauteile, die Sie erst im Nachhinein nachrüsten, enden oft in unsachgemäßen Reparaturen. Mitunter kann es passieren, dass Nachrüstungen zum Erlöschen der Zulassung führen. Die beschädigten Elemente müssen letztendlich ausgetauscht werden, was bei der Planung oder bei einer baubegleitenden Qualitätskontrolle vielleicht hätte anders gelöst werden können.

Auf keinen Fall die Dokumentation vergessen!

Ein ebenso wichtiges Thema ist seiner Meinung nach der Punkt Dokumentation, der vor allem im Bereich Zulassung von großer Bedeutung ist. Hier sieht Faßbender großes Verbesserungspotential. Der Monteur müsste bereits bei der Montage die Montageanleitung sowie Zulassung auf der Baustelle vorliegen haben. Dies treffe Faßbender jedoch leider in den allerwenigsten Fällen an. „Der Dokumentationsprozess beginnt bei der Bestellung, geht über die Anlieferung bis hin zur Abnahme und zur spätere Prüfung und Wartung“, macht der Sachverständige klar.

Der Monteur selbst beschäftige sich laut Faßbender leider im Großen und Ganzen nicht mit der Dokumentation. Es sei auch nicht seine Aufgabe. Diese bestünde vielmehr darin, das Element  vor Ort zulassungskonform zu montieren. Hierfür müsste er die Dokumente aber auf der Baustelle vorliegen haben oder sich sehr gut mit dem Produkt auskennen. Eine Türanlage ohne eine Zulassung, Montageanleitung oder einer Übereinstimmungserklärung sei keine ordnungsgemäße Dokumentation und ist somit nicht zugelassen. Sein Rat: Als Betreiber müssten Sie darauf achten, dass Sie die Unterlagen vom Monteur wiederbekommen, damit diese im Versicherungsfall vorliegen. So kann auch eine ordnungsgemäße Prüfung und Wartung durchgeführt werden. Schließlich könne der Prüfer der Türanlage diese nur dann ordnungsgemäß prüfen und warten, wenn er die richtigen Unterlagen vorliegen habe.

Sehen Sie jetzt das volle Interview über die Dokumentation von Feuerschutztüren mit Experte Faßbender (Video)

Wie Sie die Dokumentation bei Türen und Toren ganz einfach mit KEVOX erledigen können, lesen Sie in dem Blogbeitrag "Türen und Tore – Dokumentation von Einbau und Instandhaltung".


Neue Erfolgsgeschichte: Die HEINZL Brandschutztechnik GmbH berichtet von ihren Erfahrungen mit KEVOX

Erfahrungen KEVOX Referenz -Heinzl-Brandschutztechnik GmbH -CaseStudy

Immer wieder berichten wir hier von Kunden, die bereits Erfahrungen mit KEVOX gemacht haben: Die HEINZL Brandschutztechnik GmbH bietet Brandschutz aus einer Hand. Dazu gehört die Planung, Ausführung, Wartung und natürlich die vollständige Dokumentation. Vor allem für die Dokumentation im vorbeugenden Brandschutz setzt das Unternehmen seit Oktober 2015 auf die KEVOX Management Software. Wir waren im Interview mit Diplom-Betriebswirt Alexander Heinzl, Geschäftsführer und zertifizierter Brandschutzbeauftragter. Er hat uns verraten, wie er auf die Software aufmerksam geworden ist und was ihn an KEVOX begeistert. Außerdem lesen Sie in der Erfolgsgeschichte, warum sich der Arbeitsaufwand für ihn halbiert hat.

Die vollständige Erfolgsgeschichte finden Sie hier.

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